Warum der Klimaschutz von „Wald und Holz“ wichtig ist

DeSH appelliert an ganzheitliche Klimaschutzstrategie

Mitte Mai hat der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der er an eine ganzheitliche Strategie für Klimaschutz von „Wald und Holz“ appelliert. Der DeSH bezieht sich dabei auf eine Sonderkonferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder, auf der aktuelle klimatische Herausforderungen diskutiert worden waren.

Klimastabiler Umbau der Wälder

Zu den klimatischen Herausforderungen der letzten Jahre für die Wälder und der mit ihnen verbundenen Wertschöpfungskette zählen Stürme, Dürre und Folgeschäden. Für die Bewältigung dieser Extremwettereignisse und zum klimastabilen Umbau der Wälder wurden 2021 von der damaligen Bundesregierung 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf der Sonder-Agrarministerkonferenz (AMK) „Wald“ wurde diskutiert, wie diese Gelder eingesetzt werden sollen. Dabei ging es um zahlreiche forstpolitische Themen zu Klima- und Artenschutz, Jagd, Forstrecht, Rohstoffversorgung, Holzbau und Energieerzeugung.

 

DeSH fordert konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz

DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus zeigte sich zufrieden mit den Themen auf der Agrarministerkonferenz und bestätigte diese: „Die Folgen des Klimawandels sind direkt am Wald abzulesen. Die politische Antwort sollte aber nicht sein, nur auf die Folgen zu reagieren. Vielmehr gilt es nun, Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen künftiger Extremwetterereignisse zu mindern.“ Neben dem bestehenden Forstschädenausgleichsgesetz müsse das  Klimaschutzgesetz überarbeitet werden, denn der Wald diene nicht nur als CO2-Speicher. Eine nachhaltige Holznutzung für Klima sowie Biodiversität und damit verbunden eine nachhaltige, unabhängige Wirtschaft seien möglich. „Damit der Sektor die ihm angedachte gesellschaftliche Schlüsselrolle einer wirksamen Reduzierung von Emissionen einnehmen kann, braucht es keine weiteren Nutzungsverbote, sondern eine konsequente Stärkung von Wald und der Holzverwendung.“

Waldeigentümer sollen unterstützt werden

„Die finanzielle Unterstützung von Waldeigentümern kann dabei eine wichtige Rolle spielen, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Wälder wiederaufzubauen und zu bewirtschaften. Nur durch Waldbewirtschaftung wird eine Rohstoffversorgung mit nachwachsendem und regional erzeugtem Holz aus heimischer Forstwirtschaft und damit die Basis für umweltfreundliche Häuser und Produkte zu erreichen sein“, erklärt Möbus. Die Alternative zur Herstellung und Verwendung von Holzprodukten könne nur die Verwendung klimaschädlicher Produkte sein und dies sei nicht die Lösung. Eine Einschränkung der Waldbewirtschaftung führe nur zu Materialengpässen in der Bauwirtschaft und in der Versorgung mit erneuerbaren Energien sowie zum Wegfall von zahlreichen Arbeitsplätzen entlang regionaler Wertschöpfungsketten. „Diesen Weg in die klimapolitische Sackgasse gilt es bei der Ausgestaltung der Förderung und im Hinblick auf die geplante Holzbauinitiative dringend zu vermeiden“, so Möbus abschließend.

 

Quelle: „Sonder-Agrarministerkonferenz ,Wald’ – Ganzheitliche Klimaschutzstrategie ,Wald und Holz’ nötig“

 


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